11. bis 14. Oktober 2018

Besuch aus Bourg-la-Reine

Seit nunmehr 34 Jahren finden die gegenseitigen Besuche der Partnerschaftsvereine in Monheim und Bourg-la-Reine ohne Unterbrechung statt. Am 11. Oktober dieses Jahres war es wieder so weit. Die Monheimer Gastgeber konnten 28 Gäste aus Frankreich begrüßen. Sie hatten ein anspruchsvolles Programm geplant, nämlich eine Exkursion nach Aachen (frz. Aix-la-Chapelle), die Keimzelle für die spätere Entstehung Frankreichs und Deutschlands.  

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Gruppe Aachen B.Nicklas 2Heute steht Aachen für die Vision eines geeinten Europas, manifestiert durch die alljährliche Verleihung des Internationalen Karlspreises für außergewöhnliche Verdienste im Hinblick auf Europa. Karl d. Gr. gilt als der erste Einiger Europas. Er wählte Ende des 8. Jahrhunderts Aachen zu seiner Lieblingsresidenz. Hier war der Mittelpunkt eines Reiches, das sich über die romanisch-fränkischen Kerngebiete und die germanischen Stammesgebiete östlich des Rheins erstreckte.

Die Gastgeber hatten zwei geführte Besichtigungen organisiert, jeweils in deutscher und französischer Sprache: zunächst ein Rundgang durch die Altstadt, die sich um den Dom herum gruppiert, und dann eine kunsthistorische Führung durch den Dom, das Herzstück Aachens seit dem frühen Mittelalter.

Besuch Aachen C.Steinbchel

 

Als erstes Monument in Deutschland wurde der Dom 1978 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt. Die achteckige Marienkapelle aus dem Jahr 800 ist auch heute noch das Kernstück des Doms und war 600 Jahre lang Schauplatz der Krönungen der Könige des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Nach der Salbung am Hauptaltar fand die Thronbesteigung auf den Thron Karls d. Gr. im oberen Rang des Doms statt. Friedrich Barbarossa stiftete den beeindruckenden Kronleuchter. 

Sessel KdG S.Wollermann

Besuch Aachen S. WollermannDie Besucher konnten sich kaum vorstellen, dass sich die Gebeine Karls d. Gr. bis heute im goldenen Karlsschrein in der gotischen Chorhalle des Doms befinden.

Im Marienschrein, der auch hier ausgestellt ist, werden die „Aachener Heiligtümer“ aufbewahrt, u.a. das Kleid Mariens. Alle sieben Jahre werden sie den Gläubigen anlässlich der Heiligtums-Fahrt gezeigt.

Nach so vielen kunsthistorischen Genüssen stand den Monheimern und ihren Gästen der Sinn nach einem guten Mittagsmahl. Im Restaurant des Elisenbrunnens, unweit vom Dom, erwartete man schon die deutsch-französische Gruppe. Bei gehobener Stimmung mit einem Glas Wein ließ sich prächtig parlieren über die Aktivitäten der Freundschaftsvereine. Es blieb noch „Freizeit“ für einen Bummel durch die Stadt, bei dem auch die berühmten Aachener Printen zu erwerben waren. 

Der Pakt mit dem Teufel

U.Mnch U.SteffenDer Sage nach haben die Aachener den Teufel hereingelegt. Ihnen war beim Bau des Domes das Geld ausgegangen. Der Teufel war bereit, mit Gold auszuhelfen. Der Preis dafür sollte die Seele des ersten Lebewesens sein, das  das fertige Gotteshauses betreten würde. Der Teufel hoffte auf die Seele eines Menschen, doch die schlauen Aachener trieben einen Wolf in die Kirche. Vor Wut über diesen Betrug schlug der Teufel die Kirchentür so heftig zu, dass sein Daumen in der Tür stecken blieb und angeblich dort noch heute ertastet werden kann. 

Picknick Hombroich SybilleDer folgende Samstag war für individuelle Ausflüge reserviert. Eine große Gruppe entschloss sich für eine Fahrt zur Museumsinsel Hombroich, wo sich Kunstwerke und freie Natur auf wunderbare Weise vereinen. Andere fuhren mit der Rheinfähre ins mittelalterliche Zons. Eine Fahrt nach Köln oder Düsseldorf ist natürlich auch attraktiv für die Gäste.

Guy MaitUlrichDer Samstagabend war wie immer der deutsch-französischen Freundschaft gewidmet. Höhepunkt des Abends war der Auftritt von Jochen Jasner, Gitarrist und Sänger aus Düsseldorf, der das deutsch-französische Publikum mit französischen Chansons begeisterte. Sein Repertoire umfasst Chansons von Charles Trenet, Jaques Brel, Edith Piaf, Georges Brassens, Yves Montand, deren Entstehungsgeschichte und Thematik er jeweils vor den einzelnen Stücken moderierte. Das Publikum dankte mit lang andauerndem Applaus.

Am Sonntag hieß es dann am Bus Abschied nehmen: wie immer mit dem Lied „Ce n’est qu’un au revoir…“ A la prochaine à Bourg-la-Reine!

Bericht: Sybille Wollermann,

Fotos: B. Nicklas (1) , C. Steinbüchel (2),  S. Wollermann (3, 4, 5 und 6),   

 

Gotik, Glaskunst und Geschichte

Fahrt nach Bourg-la-Reine vom 10. bis 13. Mai 2018

Wieder einmal machte sich eine Gruppe von 18 Frankreich-Begeisterten auf zur Fahrt in unsere Partnerstadt Bourg-la-Reine, und wie immer legten wir einen Zwischenstopp ein, diesmal in ARRAS (eine ursprünglich keltische Siedlung, heute eine Stadt mit 40.000 Einwohnern), die uns leider mit strömendem Regen empfing. Zwar nahmen wir die flämischen Barockfassaden mit den schönen Arkaden sowie die beiden Plätze Grand‘ Place d‘Arras und den Place des Héros, wahr, aber die meisten steuerten frierend bald das nächste Bistro an, nur wenige hatten die Kathedrale und den Belfried entdeckt. 

Chartres Gruppe

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Am Freitag, unserem Ausflugstag, ging es mit dem Bus nach CHARTRES. Das Wetter hatte umgeschlagen, strahlende Sonne und blauer Himmel, aber spürbare Kälte empfing uns in dieser nicht nur wegen ihrer berühmten Kathedrale, sondern sehr hübschen Stadt an der Eure. Zunächst besichtigten wir diese mit einem kleinen Zug und erkundeten dabei lauschige Plätze, kleine Sträßchen mit Fachwerkhäusern und den idyllischen Fluss Eure in morgendlichem Glanz, immer wieder zwischendurch die mächtige Kathedrale im Blick.

Und dann standen wir auf einmal vor diesem architektonischen Meisterwerk, ursprünglich eine romanische Kathedrale, Kultstätte der Mutter Maria und seit ihrer Weihe im Jahr 1260 eine weithin bekannte und berühmte Pilgerstätte, ein wahres Wunderwerk an Harmonie und Schönheit.

Chartres Kathedrale

 

 

Während der 2std. vorzüglichen Führungen auf Französisch und Deutsch bewunderten wir die unzähligen herrlichen, farbenfrohen Glasfenster, die uns ausführlich im Einzelnen erklärt wurden.

Chartres FensterDas berühmte "Blau aus Chartres" ist in die Geschichte der Glaskunst eingegangen. Aber auch die großartigen Fassaden beeindruckten durch ihre meisterlichen Steinmetzarbeiten, die wie durch ein Wunder die Revolution und die beiden Weltkriege überstanden haben. Rodin nannte die Kathedrale die Akropolis Frankreichs, aufgrund ihrer hohen ästhetischen und geistigen Bedeutung.

Das leckere déjeuner rundeten den ersten Teil des Tages aufs Schönste ab.

Ein gewaltiger Kontrast zur Kathedrale war am Nachmittag der Besuch der Gedenkstätte "Le Séminaire des Barbelès le Coudray“, das Seminar des Stacheldrahts unweit von Chartres, In diesem Lager waren von 1944-47 deutsche Priesterseminaristen interniert, die als Wehrmachtsgeistliche in alliierte Gefangenschaft geraten waren. Leiter dieses" Seminars" war Abbé Franz Stock, 1904 in Neheim geboren. Vorher oblag ihm die Betreuung der Häftlinge in den Gefängnissen von Paris und die Vorbereitung der zum Tode Verurteilten. Er berichtete in einem erschütternden Dokument von 863 Erschießungen auf dem Mont Valérien, an denen er teilgenommen hatte. Ein denkwürdiger Besuch, der uns alle beeindruckt und erschüttert hat.

Den Abend verbrachten die deutschen Gäste wie gewohnt mit ihren Gastgebern in den Familien.

Der Samstag stand wie üblich zur freien Verfügung, die meisten gingen mit ihren Gastgebern am Vormittag zum "marché", sei es zum Einkaufen oder einfach nur, um dort dem munteren Treiben zuzusehen, denn dies ist ein weithin bekannter und besonderer Markt, wo man sich trifft und gern zwischendurch ein Schwätzchen hält. Am Nachmittag fuhren einige Teilnehmer mit dem RER nach Paris, um sich im Theater "Antoine" das Theaterstück "ART" (auch auf deutsch bekannte Stück von Yasmina Reza "Kunst") anzusehen. Eine vorzügliche Aufführung dreier Protagonisten, alles war nicht immer leicht zu verstehen, wer den Inhalt kannte, war im Vorteil. Allein das wunderbar altmodische Theater war ein Genuss für die Augen.

Am "Soirée Amicale“ ging es beim Aperitif und dem anschließenden köstlichen Buffet wieder vergnüglich zu. Christine Dixmier wurde als neue Vorsitzende der ARAI als Nachfolgerin von Guy Reppelin vorgestellt.

Guy ClaudineMadame Claudine Thieulin, fast seit Anbeginn unserer französisch-deutschen Freundschaft aktives, treues Mitglied des Comités der ARAI wurde mit anerkennenden Worten und einem Blumenstrauß würdevoll für ihre Verdienste geehrt und offiziell verabschiedet. Es gab auf beiden Seiten viel Stoff für anregende Gespräche, unterbrochen von einem gut vorbereiteten Quiz, das zum gemeinsamen Nachdenken anregte und allen Spaß machte.

Am Sonntagmorgen trafen sich wie fast immer einige mit ihren Gastgebern im nahe gelegenen Park von Sceaux zu einem Abschiedsspaziergang bis es dann um 14h Abschiednehmen hieß mit dem traditionellen Abschiedslied "Ce n'est  qu'un au revoir, mes frères" und einem herzlichen Dank "Au revoir, à la prochaine!"

Bericht und Fotos: Rosemarie von Schweinitz

 

2. Februar 2018

 „La Chandeleur“ – Mariä Lichtmess auf französische Art

Der alte französische Brauch, am 2. Februar zu Mariä Lichtmess Crêpes zu backen, wird seit vielen Jahren auch beim Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine gepflegt. 27 Vereinsmitglieder und Gäste hatten sich im Bistro Erminig in der Düsseldorfer Altstadt eingefunden, wo ihnen köstliche, hauchdünne Crêpes mit verschiedenen Füllungen und Cidre aus der Bretagne von bretonischen Kellnern serviert wurden.

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Chandeleur1Der Vorsitzende des Partnerschafts-Vereins Dr. Ulrich Steffen hielt sozusagen als „Hors d’oeuvre“ einen launigen Vortrag zur Entstehung des Chandeleur-Festes. Schon in vorchristlicher Zeit wurde zu Ehren des Gottes Pan ein Lichterfest gefeiert, um den Winter zu vertreiben. Im 5. Jahrhundert wurde dieses heidnische Fest von Papst Gelasius durch das christliche Fest „Festa Candelarum“, frz. „Fête de la Chandeleur“ ersetzt. Der Name Chandeleur kommt von chandelle (Kerze). Geweihte Kerzen wurden in einer Prozession nach Hause getragen, ohne dass sie ausgehen sollten. Das Licht der Kerzen sollte Gesundheit, Wohlstand, gute Ernte, ein langes Leben und sogar eheliches Glück bringen. „Wer die Kerze trägt leuchtend bis ins Haus, haucht sicherlich in diesem Jahr sein Leben nicht aus“.

Chandeleur2Bauernregeln, Wetterprognosen, Verhaltensregeln beim Crêpe-Backen ranken sich um das Chandeleur-Fest. Die goldgelben Crêpes symbolisieren die Sonne und beim Backen müssen bestimmte Rituale beachtet werden, damit das Jahr segensreich werde. Die Crêpe in der Pfanne wird geschickt hochgeworfen, so dass sie nach einem Salto wieder auf der Pfanne landet und nicht als Lappen an der Decke kleben bleibt oder auf den Fußboden fällt. Wichtig dabei: die rechte Hand hält den Pfannenstiel, die linke eine Goldmünze. Wohlstand ist demjenigen garantiert, der die Münze in die Crêpe einwickelt und auf einem Schrank bis zum nächsten Jahr deponiert, um sie dann einem Armen zu schenken.

Zum Abschluss des unterhaltsamen und fröhlichen Abends gab U. Steffen noch einige selbst verfasste Verse zum Besten:Chandeleur3

- Wenn’s an Lichtmess stürmt oder schneit, ist der März nicht mehr weit.

- Scheint jedoch die Sonne klar und hell, kommt der März auch ebenso schnell.

- So ist’s mit Lichtmess jedes Jahr, die Bauernregeln sind nicht immer wahr.

- Trotzdem erweisen wir dem Fest die Ehr‘ und kommen zusammen zum Chandeleur. 

Bericht und Fotos: Sybille Wollermann


 

17. November 2017

Frankreichfreunde beim Beaujolais Primeur-Abend

Der neue Beaujolais ist da!

Es ist schon eine Tradition beim Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine, so wie auch in Frankreich und vielen anderen Ländern auf der Welt, den neuen Beaujolais in geselliger Runde zu verkosten. Der Beaujolais war der erste Wein in Frankreich, der schon im Jahr seiner Herstellung verkauft werden durfte. Seit 1985 wird der dritte Donnerstag im November als Verkaufsbeginn des neuen Weines festgelegt. In diesem Jahr trafen sich Mitglieder und Freunde des Monheimer Freundeskreises im Hotel „Am Wald“, wo sie den jungen Wein mit herbstlichen Spezialitäten der Küche genießen konnten und die Aktivitäten des Vereinsjahres Revue passieren ließen. Besonderer „Stammgast“ in dieser Runde war Dominique Georges, der wie in den letzten Jahren eigens aus Bourg-la-Reine angereist war, um an dieser französischen Tradition in Monheim teilzunehmen.

Bericht und Foto: Sybille Wollermann


 

 20. bis 22. Oktober 2017

Vorstandstreffen in Nancy  

Im Abstand von zwei Jahren treffen sich die Vorstandsmitglieder der Freundschaftsvereine aus Monheim und Bourg-la-Reine abwechselnd in einer deutschen oder französischen Stadt zur Planung gemeinsamer Aktivitäten. In diesem Jahr organisierten die Franzosen das Treffen in Nancy, der ehemaligen Hauptstadt Lothringens. Neben den jährlich stattfindenden gegenseitigen Besuchen der Partnerschaftsvereine sind der Austausch von Schülern, Praktikanten, Sportgemeinschaften und Chören Gegenstand der Beratungen. Als Novum kam ein multinationales Treffen in Bourg-la-Reine mit Teilnehmern aus Frankreich, England, Deutschland, Rumänien und Polen zur Sprache.

Der Tagungsort war günstig gewählt: ein Hotel im Stadtzentrum, unweit vom Place Stanislas, wohin uns ein erster Erkundungsgang am Abend führte. Diesem klassizistischen Platz aus dem 18. Jahrhundert geht der Ruf voraus, der schönste Frankreichs zu sein. Er ist benannt nach Stanislaus Leszczynski, dem abgesetzten König von Polen, dessen Statue in der Mitte des Platzes thront. Nach der Heirat seiner Tochter Maria Leszczynska mit dem französischen König Louis XV stieg er zum Herzog von Lothringen auf und ließ Nancy zu seiner glanzvollen Residenz ausbauen. Vergoldete Gitter, ornamentale Brunnenanlagen, ein Triumphbogen zu Ehren seines Schwiegervaters Louis XV bilden den Rahmen zu diesem einzigartigen Ensemble. Die französischen Gastgeber hatten zur Erkundung der historischen Altstadt eine Fußgänger-Rallye vorbereitet, bei der die Teilnehmer Inschriften, Embleme, Skulpturen entdecken sollten. Als Preis winkte ein Paket mit Spezialitäten der lothringischen Küche.

Neben der Bedeutung als ehemalige Residenz der Herzöge von Lothringen ist Nancy ebenso interessant wegen der zahlreichen im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts entstandenen Bauten im Art Nouveau, der französischen Variante des Jugendstils. Typische Stilmerkmale sind Ornamente aus Flora und Fauna und geschwungene Linien. In der „École de Nancy“ (Schule von Nancy) versammelten sich Architekten, Bildhauer und Kunsthandwerker, deren Inspirationsquelle die Natur war, auch als Abgrenzung zu den historisierenden Kunststilen des 19. Jahrhunderts.

 Im „Quartier Art Nouveau“ konnte man ganze Straßenzüge mit vom Jugendstil beeinflussten Bauwerken bewundern: Stadtvillen, Geschäfte, Restaurants, eine Apotheke und großartige Bank- und Versicherungsgebäude.

Ein Besuch in der Brasserie Excelsior aus dem Jahre 1910 war der Höhepunkt des Ausflugs in die Zeit der Jahrhundertwende. Die Brasserie steht ganz im Zeichen der Schule von Nancy. Das Jugendstildekor ist eine wahre Augenweide.

In Lunéville, unserer nächsten Station, 30 km südöstlich von Nancy, gab es eine erneute Begegnung mit Stanislas, “le bon roi“ (der gute König), wie ihn seine Untertanen nannten. In den 30 Jahren seiner Herrschaft erlebte die zweite Residenz der Herzöge von Lothringen ihre Glanzzeit. Das Schloss Lunéville wird als Versailles des Herzogtums Lothringen bezeichnet. Stanislas umgab sich mit Schriftstellern und Künstlern, ließ Schloss und Park verschönern und gründete diverse Manufakturen. Glas und Fayencen aus Lunéville sind auch heute noch begehrte Sammlerobjekte. Bei einem Brand im Januar 2003 wurde der Südflügel mitsamt der Einrichtung und der Sammlungen zerstört. Die Restaurierung ist noch nicht abgeschlossen. Nach der Führung durch das Schloss in Deutsch und Französisch lud der Schlosspark, ein typisches Beispiel französischer Gartenbaukunst, abschließend zu einem Rundgang ein, mit Gruppenfoto – nicht allzu lange, da es inzwischen regnete.

Nach einem ausgiebigen Mittagessen à la française mit mehreren Gängen und einem guten Tropfen Wein aus der Region hieß es dann Abschiednehmen.

Unser Dank gilt vor allem dem Komitee der ARAI, das diese Begegnung in einer der schönsten Städte Frankreichs perfekt organisiert hatte.

Bleibt noch zu erwähnen, dass die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder alle Reise-und Aufenthaltskosten aus eigener Tasche bezahlten.

Bericht und Fotos: Sybille Wollermann

 


 28. September bis 1. Oktober 2017

Besuch in Bourg-la-Reine

Beim diesjährigen Freundschaftstreffen des Monheimer Freundeskreises Bourg-la-Reine mit dem französischen Partnerschaftsverein ARAI (Association Réginaburgienne d’Amitiés Internationales) hatten die französischen Gastgeber wieder ein attraktives Kulturprogramm organisiert. Ziel einer Tagesfahrt war das Schloss Pierrefonds, nordöstlich  von Paris in der Nähe von Compiègne gelegen. Schon von weitem flößt die wehrhafte Burg auf einem Hügel Respekt ein. Ihr heutiges mittelalterliches Aussehen hat sie erst im 19. Jahrhundert erhalten, als Napoleon III. die Ruine der Burg restaurieren ließ – nicht nach mittelalterlichen Vorlagen, sondern historisierend als ein ideales Schloss, wie es hätte sein können. Eugène Viollet-le-Duc wurde zum Architekten der Restaurierung ernannt. 1867 besuchte Ludwig II, König von Bayern, anlässlich eines Aufenthaltes in Paris die Baustelle, um sich Anregungen für seinen geplanten Neubau in Neuschwanstein zu holen. Eine einstündige Führung auf Deutsch und Französisch zeigte den Besuchern ein Schloss, bei dem nicht mehr die Wehrhaftigkeit im Vordergrund stand, sondern vielmehr die Repräsentation des Schlossherrn und seiner Ideen.

Im nahe gelegenen Compiègne stand anschließend der Besuch des Musée de la Figurine Historique auf dem Programm. Das Museum beherbergt mehr als  100.000 Figürchen, die meisten aus Holz. Sie stellen zahlreiche Geschichtsepisoden Frankreichs und Europas dar, besonders militärische von der Antike bis in unsere Tage. Schwerpunkte sind die zwei letzten Weltkriege und natürlich auch Schlachtenaufstellungen der Napoleonischen Kriege.

Am folgenden Tag besuchten die Gastgeber mit ihren Gästen Sehenswürdigkeiten von Paris und Umgebung. Der Abend war traditionell der deutsch – französischen Freundschaft gewidmet. Ein besonderes Erlebnis konnte man am Vormittag des Abreisetages genießen: Ein Bummel auf der autofreien Avenue des Champs-Élysées. Im Zuge der Kampagne „Paris respire“, also „Paris atmet“, verwandelt sich die 2 km lange Avenue mit der atemberaubenden Sichtachse vom Obelisken an der Place de la Concorde bis zum Arc de Triomphe einmal im Monat in eine riesige Fußgängerzone.

Am Sonntagnachmittag  fiel der Abschied am Bus nicht allzu schwer mit der Aussicht, sich im nächsten Jahr wiederzusehen. Au revoir! A la prochaine!

Bericht und Foto: Sybille Wollermann


17. November 2016

Beaujolais-Abend mit Gästen

Der dritte Donnerstag im November ist für viele Weinliebhaber ein fester Termin: Der Beaujolais Nouveau ist da. Das Weinanbaugebiet Beaujolais liegt in der Mitte Frankreichs zwischen Dijon und Lyon. Im Jahre 1951 erreichten die Winzer dieser Region eine Ausnahmeregelung vom französischen Weinrecht, nach der es ihnen erlaubt ist, den neuen Wein bereits in der dritten Novemberwoche in den Handel zu bringen. In über 100 Ländern wird die Ankunft des Beaujolais Primeur zelebriert – auch in Monheim beim Freundeskreis Bourg-la-Reine.

Gut gelaunt beim Beaujolais Nouveau, mit französischen Gästen...
v.l.n.r.: Ulrich Steffen, 1. Vositzender des Freundeskreises Boutg-la-Reine,
Dominique George aus Bourg-la-Reine, Petra Münch, Geschäftsführerin des
Freundeskreises, Guy Reppelin, Vorsitzender der ARAI Bourg-la-Reine.

Im Restaurant „Zollhaus 1257“ trafen sich Mitglieder und Freunde des Vereins, um den neuen Wein zu verkosten. Der Vorsitzende des Freundeskreises Dr. Ulrich Steffen begrüßte insbesondere Guy Reppelin, den Vorsitzenden des französischen Partnerschaftsvereins ARAI (Association Réginaburgienne d’Amitiés), außerdem Dominique Georges aus Bourg-la-Reine, der seit vielen Jahren „Stammgast“ beim Beaujolais-Abend ist. In seiner launigen Ansprache ging Dr. Steffen auch auf die oft geäußerte Kritik an der Qualität des Beaujolais Primeur ein, dem nachgesagt wird, dass die schnelle Reifung des Weines einerseits zu besonders fruchtigen und leichten Aromen führe, andrerseits die Bildung geringer Anteile unbekömmlicher Komponenten begünstige. Es sei also ratsam, den Primeur maßvoll zu genießen und dabei die schönen Erinnerungen des vergangenen Sommers wieder wachzurufen. Dieser Meinung konnten sich die Teilnehmer des Primeur-Abends anschließen. Der leichte, fruchtige Wein wurde allgemein gelobt.

Bericht und Foto: Sybille Wollermann


Fahrt nach Bourg-la-Reine vom 30.09. – 3.10.2016

 Freundschaft im Zeichen der Musik

Die diesjährige Fahrt zu unseren französischen Freunden in Bourg-la-Reine stand im Zeichen der Musik. 25 Erwachsene und 23 Mitglieder des Monheimer Kinder- und Jugendchors mit ihrer Leiterin Dana Drechsel fuhren am 30.09. in unsere französische Partnerstadt südlich von Paris. Bereits im Bus erklangen die jungen Stimmen, und wir erhielten einen Eindruck von ihrem morgigen Programm. Trotz erheblichen Verkehrs auf dem „périphérique“ kamen wir pünktlich um 18.30 Uhr an. Wie immer verbrachte man den ersten Abend in den Gastfamilien, wo sich oft mehrere Familien zusammentun und es dann sehr vergnüglich zugeht.

Der folgende Freitag stand zur freien Verfügung, und die Gastgeber unternahmen mit ihren Gästen individuelle Ausflüge, sei es nach Paris in eines der zahlreichen Museen, zur "Fondation Louis Vuitton“ von dem auch in Düsseldorf bekannten Architekten Frank Gehry im Bois de Boulogne, einem supermodernen, gigantischen Bau, der erst im vergangenen Jahr eröffnet wurde, oder zu einem der vielen attraktiven Ziele der näheren Umgebung.

Der Monheimer Kinder- und Jugendchor singt in Bourg-la-Reine.

Für die Schüler, von denen die meisten noch nie in Paris waren, hatte Guy Reppelin, der Vorsitzende der ARAI, ein eigenes Programm vorbereitet. Natürlich ging es zum Eiffelturm, zu den Champs-Elysées und anderen Pariser Highlights. Die Begeisterung war groß und der Eindruck dieser pulsierenden Metropole sicherlich unvergesslich. Am Abend gab es ein Chorkonzert im Konzertsaal des Konservatoriums in Bourg-la-Reine. Der Chor des Konservatoriums von Bourg-la-Reine und der Monheimer Kinder- und Jugendchor fanden großen Zuspruch bei den zahlreichen französischen und deutschen Zuhörern. Beide Chöre absolvierten ein anspruchsvolles Programm, und zum Ausklang boten sie unter Begleitung einer Mini-Band einen gemeinsamen Song.

Im Anschluss wurden alle zur „soirée amicale“ mit köstlichem Buffet geladen, auch das war für die deutschen Schüler ein besonderes Erlebnis. Die launigen Begrüßungsreden der beiden Vorsitzenden, Guy Reppelin von der ARAI und Dr. Ulrich Steffen vom Monheimer Freundeskreis, brachten Freude und Dankbarkeit über die jahrelangen freundschaftlichen Beziehungen unserer beiden Städte zum Ausdruck. Einige ehemalige Mitglieder des französischen Vereins waren zu dem Abend gekommen und es gab ein freudiges Wiedersehen mit lebhaften, anregenden Gesprächen.

In der Sektkellerei DE CASTELLANE in Epernay reift eine der
berühmtesten Sektmarken Frankreichs.

Es folgte am Sonntag der traditionelle Tagesausflug, der uns diesmal in die Champagne führte. Zunächst sahen wir die bekannte Sektkellerei DE CASTELLANE in EPERNAY mit einem imposanten Turm. Während der informativen Führungen in französischer und deutscher Sprache durch die gewaltigen Kellergewölbe erfuhren wir viel Interessantes über die Entstehung und den Vertrieb dieses berühmten Champagners. Ein kleiner Umtrunk zum Schluss hat alle beschwingt!

Die Kathedrale Notre Dame von Reims gilt als eine der bedeutendsten
gotischen Kirchen Europas. Seit 1991 ist sie UNESCO-Welterbe.

 Der lächelnde Engel an der Außenfassade der Kathedrale von Reims.

Durch die liebliche Landschaft der Champagne fuhren wir schließlich nach REIMS, dieser durch mehrfache historische Ereignisse bekannten und durch seine gotische Kathedrale berühmten Stadt. Nach dem Mittagessen nahe der Kathedrale war uns leider der Besuch der für dieses Mal vorgesehenen romanischen Basilika St. Rémy nicht möglich, weil dort eine Feier mit hoher Geistlichkeit stattfand. Eine Besonderheit wurde uns dagegen geboten: eine kleine Kapelle, die der japanische Künstler Foujita mit farbigen Fresken ausgeschmückt hat, die Szenen aus der Bibel darstellen und einen eigenen Reiz ausüben. Danach hatten wir erfreulicherweise noch genügend Zeit zum Besuch der Kathedrale, in der uns u. a. das berühmte Chagall-Fenster sowie drei moderne Fenster in leuchtend bunten Farben des Düsseldorfer Künstlers Imi Knoebel beeindruckten. Auch dem wunderschönen "ange souriant" (der lächelnde Engel) an der Außenfassade auf einmal "in echt" gegenüberzustehen, hinterlässt große Bewunderung dieser einzigartigen künstlerischen Leistung. Müde, aber voller Eindrücke steuerten wir bei wunderbarer Abendbeleuchtung Paris entgegen.

Der Abreisemorgen am Montag stand wie üblich zur freien Verfügung, bis es um 14 Uhr wieder Abschiednehmen hieß, mit unserem traditionellen Abschiedslied "Nehmt Abschied, Brüder...." und einem herzlichen Dankeschön und "au revoir, à la prochaine!"

Bericht: Rosemarie v. Schweinitz
Fotos: Rosemarie v. Schweinitz (3) Lüder Seedorf (2)


„Marché Français“ in Monheim
21.-23. Juli 2016

Boule de Bourg

Auf dem „Marché Français", dem französischen Markt, gab‘s in Monheim an einem Dutzend Ständen (fast) alles zu kaufen, was das ländliche Frankreich für Feinschmecker zu bieten hat.
Um das französische Flair richtig wirken zu lassen, veranstaltete der Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine gemeinsam mit der Betriebssportgemeinschaft Monheim am Rhein ein Boule-Turnier, an dem auch eine Delegation aus der französischen Partnerstadt Bourg-la-Reine teilnahm. Die Stadt Monheim hatte drei Boule-Bahnen eingerichtet, dazu gab es Zelt und Tisch für die Turnierleitung – damit auch alles seinen ordnungsgemäßen Lauf nehmen konnte.

… elegant: Ulrich Steffen vom Freundeskreis Bourg-la-Reine

Bei strahlendem Sommerwetter traten neun Teams gegeneinander an, u.a. das Team „Freundeskreis I“ mit Ulrich Steffen, Ulrich Münch und Benno Nicklas. Die Mannschaft konnte in dem stark besetzten Feld schließlich den 4. Platz belegen. Spontan bildeten sich auch „inoffizielle“ Teams, so das Team „Rathaus Politische Gruppe“ mit Bürgermeister Daniel Zimmermann, Katharina Hannemann und Lisa Pientak; das Team „Rathaus-Mitarbeiter“ mit

… konzentriert: Bürgermeister Daniel Zimmermann

Christoph Hahn, Waltraud Biele-Kleffmann und Dafne Graf; das Team „Gäste" aus Bourg-la-Reine“ mit dem stellvertretenden Bürgermeister Daniel Rupp, Dominique George und Lorraine Figuiere Fanica; das Team „Freundeskreis II“ mit Petra Münch, Jutta Steffen und Jochen Wollermann. Die Monheimer staunten über die Treffsicherheit der Franzosen. Allen voran zeigte M. Rupp, wie man Boule spielt. Es ging allerdings weniger um Punkte und Plätze. Alle Teilnehmer waren mit Spaß an der Freud‘ bei der Sache. Jeder gute Wurf wurde mit Applaus belohnt.

… gekonnt: Monsieur le Maire adjoint Daniel Rupp aus Bourg-la-Reine

Mit französischen Chansons, bei denen jedes frankophile Herz höher schlägt, wie „Non, je ne regrette rien“, und Akkordeon-Musik konnte man den Tag bei einem Glas Rosé ausklingen lassen.

Bericht und Fotos:
Sybille Wollermann


4. - 14. Juli 2016

Reise nach Polen mit dem Freundeskreis Malbork

Bereits zum dritten Mal veranstaltete der Freundeskreis Malbork e.V. unter der Leitung der Vorsitzenden Frau Margret Jenniches  eine 12-tägige Reise nach Polen, in deren Mittelpunkt der Besuch in Malbork, der Partnerstadt Monheims, stand. Wieder konnten einige Mitglieder des Monheimer Freundeskreises Bourg-la-Reine an der Reise teilnehmen - ein gelungenes Beispiel für die Völkerverständigung nach West und nach Ost.

Am 4.Juli ging es morgens um 6 Uhr los mit dem Bus. Erste Station der Reise war Bautzen, eine Stadt, die lange unter ihrem Image als Ort der Haftanstalten in der Zeit des Nationalsozialismus und des Kommunismus litt.  Heute ist die Stadt am Ufer der Spree berühmt wegen ihrer restaurierten malerischen Altstadt mit den vielen Türmen. Die Straßenschilder und Ortsschilder sind hier zweisprachig, so Bautzen/Bodysin in Deutsch und Sorbisch. Wir befinden uns in der historischen Hauptstadt der sorbischen Minderheit. Im sorbischen Restaurant Wjelbik fand das Abendessen im Hochzeitssaal statt, begleitet von Musik und Tanz einer Folklore-Gruppe. Welch ein Zufall, dass das Ehepaar Thielen aus der Reisegruppe erst kürzlich Goldene Hochzeit feierte. Ein Hoch auf das Goldene Hochzeitspaar!

Am nächsten Tag ging die Fahrt weiter durch das Riesengebirge. Eine architektonische Rarität konnten wir in Karpacz/Krummhübel besichtigen, die Stabholzkirche Wang, ursprünglich eine romanische Wikinger-Kirche am Wang-See in Norwegen, die vom preußischen König Friedrich Wilhelm IV. im 19. Jahrhundert erworben wurde. In Einzelteile zerlegt kam sie per Schiff und Pferdewagen über Stettin und Berlin nach Krummhübel, wo sie als Geschenk für die evangelische Gemeinde wieder aufgebaut wurde.

Das Rathaus in Breslau

Weiter ging die Reise in Richtung Wroclaw/Breslau, unterbrochen durch  einen Spaziergang durch Jelenia Gora/Hirschberg, dem Hauptort der Region. Ein malerischer Marktplatz, umgeben von restaurierten Arkadenhäusern, lud zum Verweilen ein. Hier stieg unsere polnische Reiseleiterin Iwona zu, die uns bis zum Ende unserer Reise durch Polen begleiten sollte.

 Mit ihrem umfangreichen Wissen, mit ihrem Witz und Charme verstand sie es, uns die komplizierte wechselvolle Geschichte Schlesiens näher zu bringen. Tschechen, Polen, Juden, Böhmen, Habsburger, Preußen: sie alle haben in dieser Region ihre Spuren hinterlassen. In der Metropole Wroclaw vereinigen sich die Zeugnisse verschiedener Kulturen zu einem harmonischen Ganzen. Die ehemalige Hauptstadt Schlesiens gilt als eine der schönsten Städte Polens. Nach der fast vollständigen Zerstörung Breslaus im 2. Weltkrieg wurde die Stadt nach der Verschiebung der polnischen Grenzen nach Westen als Ausgleich für die verlorenen Ostgebiete von den polnischen Umsiedlern in den folgenden Jahrzehnten wiederaufgebaut.

Europas Kulturhauptstadt 2016 hat viel zu bieten. Durch die Lage an der Oder mit ihren vielen Nebenflüssen und Kanälen liegt die Stadt einzigartig auf zwölf Inseln, die durch mehr als 100 Brücken miteinander verbunden sind.

Die Dominsel mit der Johanneskathedrale und die Sandinsel mit der Marienkirche sind Oasen der Ruhe und doch ist es nicht weit vom Marktplatz mit seinen Cafés, Bars, Restaurants, Kunstgalerien und Straßenkünstlern. Der mittelalterliche  Marktplatz mit dem gotischen imposanten Rathaus wird  umrahmt von prachtvollen Giebelhäusern in verschiedenen Baustilen, sei es Gotik, Renaissance, Barock oder Jugendstil. Neben den kunstgeschichtlichen Attraktionen fanden die Monheimer die Krasnale interessant; das sind kleine gusseiserne Zwerge, die in der Altstadt an 300 Stellen zu finden sind. Sie erinnern daran, dass Studenten in den 80-er Jahren als Protest gegen das kommunistische System Zwergen-Graffiti an Breslaus Mauern malten. Unsere „Jagd“ auf die Zwerge wurde mit zahlreichen Fotos dokumentiert.

Auch ein Architekturdenkmal des 20. Jahrhunderts, seit 2006 UNESCO-Weltkulturerbe, gehörte zum Besichtigungsprogramm. Die ehemalige „Jahrhunderthalle“ nach dem Entwurf des Architekten Max Berg wurde 1911-13 aus Stahlbeton für 20 000 Personen gebaut. Ihr Vorbild ist das Pantheon in Rom. Zur Zeit der Erbauung galt sie als eines der modernsten Gebäude Europas. Heute heißt sie Hala Ludowa/Volkshalle und wird für Sportveranstaltungen und Messen genutzt.

Der Wawel in Krakau

Und weiter ging die Reise in Richtung Krakow/Krakau. Zunächst jedoch ein Stopp in Brzeg/Brieg, der ehemaligen Residenzstadt der Herzöge von Legnica-Brzeg /Liegnitz-Brieg. Da staunten die Besucher über das prächtige Renaissance-Schloss, auch kleiner Wawel genannt nach dem Vorbild des Wawel in Krakau. Dieser war früher kultureller und politischer Mittelpunkt Polens mit dem Königsschloss und der gotischen Kathedrale, in der die Krönungen und königlichen Trauerfeiern stattfanden, auch nach der Verlegung der Hauptstadt nach Warschau. Hier war die Grablege der polnischen Könige. Krakau blieben im 2. Weltkrieg schwere Zerstörungen erspart, so dass hier die meisten original historischen Bauten Polens stehen. Vom Wawel ist es nicht weit in die Altstadt mit dem Hauptmarkt, in dessen Mitte die Renaissance -Tuchhallen den Platz dominieren. Hier pulsiert das Leben wie in Breslau: unzählige Läden, Cafés, Restaurants, Bars, Studentenkneipen,  Kunstgalerien bestimmen das Stadtbild. Als Gegenpol zum geschäftigen Markttreiben erhebt sich  am Rande des Platzes die imposante Marienkirche mit dem berühmten Hauptaltar von Veit Stoß aus dem 15. Jahrhundert.

In Kasimierz, dem alten jüdischen Viertel, besichtigten wir die Synagoge Remuh, wo der legendäre Talmud-Lehrer Moses Isserles lehrte. Zu seinem Grab pilgern bis heute Juden aus der ganzen Welt. Die Breite Straße/Ulica Szernoka bildet das Herz des Stadtviertels. Hier drehte Steven Spielberg an Originalschauplätzen  den Film „Schindlers Liste“. Heute gibt es wieder jüdische Läden und koschere Restaurants. Bei unserem Abendessen im „Ariel“, dem ältesten jüdischen Restaurant der Stadt, sorgte eine Klezmer- Gruppe für musikalische Unterhaltung.

50 Kilometer von Krakau entfernt liegt Auschwitz mit den beiden Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau. Hier richteten die deutschen Nationalsozialisten ihr größtes Konzentrations-und Vernichtungslager ein. Auschwitz ist ein Synonym für Tod, Grausamkeit, Vernichtung, für den Holocaust. Neben Juden starben hier Polen, sowjetische Kriegsgefangene, Sinti und Roma, Homosexuelle. Mehr als 1,5 Millionen Menschen wurden hier ermordet. Selbst Besucher, die sich mit diesem Thema ausgiebig beschäftigt hatten, sind beim Rundgang durch das Lager von der unfassbaren Realität des Tatorts entsetzt, verstummt. Die Backsteinbaracken, in denen jeweils 1000 Gefangene eingepfercht waren, sind heute als Museen hergerichtet. Man ist erschüttert angesichts der Dokumente über die fabrikmäßige Organisation des Mordens, über die Bürokratie, mit der die Vernichtung von Menschen dokumentiert wurde. Einen Lichtblick gab es an diesem Ort der schmerzhaften Erinnerung: das waren die vielen jungen Menschen aus aller Welt, die wohl schon zum Weltjugendtag der Katholiken in Krakau angereist waren.

Von Krakau aus konnte man auch zum nahe gelegenen Salzbergwerk Wieliczka fahren. Seit über 750 Jahren wird hier Salz abgebaut, das weiße Gold des Mittelalters. In den unterirdischen Stollen und Kammern schlugen Bergleute Kapellen, prachtvolle Altäre und menschengroße Heiligenfiguren ins Salz. Eine Kapelle ist der seligen Kunigunde geweiht. Sie ist die Schutzpatronin der Bergleute.

Tschenstochau: Basilika des heiligen Kreuzes

Wie sehr die Polen dem römisch-katholischen Glauben verbunden sind, das konnten wir im Wallfahrtsort Czestochowa /Tschenstochau erleben. Eine riesige Menschenmenge drängte am Sonntagmorgen in die Basilika des Heiligen Kreuzes und der Geburt der Jungfrau. Die bedeutendste Ikone des Katholizismus in Polen ist das Bildnis der Schwarzen Madonna, dem wundertätige Kräfte zugeschrieben werden und das als nationales Symbol verehrt wird. Jährlich sollen es etwa vier Millionen Gläubige sein, die nach Tschenstochau pilgern.

Das nächste Ziel, das unser Busfahrer Theo ansteuerte, war Lodz. Die ganze Busgesellschaft schmetterte ihm zu Ehren Vickys Lied vom Theo, der nach Lodz fahren soll. Mit Theo entdeckten wir eine ehemals reiche Industriestadt mit  alten Tuchfabriken und Fabrikantenvillen aus der Gründerzeit der Industrialisierung, die  in den letzten Jahren ansprechend restauriert worden sind.  Die Hauptstraße der Innenstadt ist gesäumt von prachtvollen Jugendstilhäusern. In den Industriebauten sind heute vornehmlich Kulturinstitute, Restaurationsbetriebe und Freizeiteinrichtungen angesiedelt.

Die Marienburg an der Nogat

Der Höhepunkt unserer Reise durch Polen stand uns noch bevor: der Besuch in Malbork, der Partnerstadt Monheims, wo wir wie in den Jahren zuvor im stilvollen Hotel Stary Malbork untergebracht waren. Zu Beginn der Städtepartnerschaft Malbork - Monheim waren die Gemeinsamkeiten eher historischer Natur. Beide Städte besitzen eine Marienburg, Malbork die gewaltige Burganlage des Deutschen Ordens aus dem 14.Jahrhundert, Monheim eine Marienburg im Mini-Format aus dem 19. Jahrhundert. Winrich von Kniprode, Hochmeister des Deutschen Ordens, wurde in Knipprath bei Monheim geboren. Inzwischen hat sich die Partnerschaft Malbork-Monheim höchst lebendig entwickelt. Kontakte auf städtischer Ebene, Schülerbegnungen und gegenseitige Besuche der Freundeskreise finden regelmäßig statt. Mit Frau Jenniches hatten unsere Gastgeber ein abwechslungsreiches Programm geplant: zunächst eine Führung durch die Marienburg, bei der natürlich der Statue von Winrich von Kniprode  im Burghof ein Besuch abgestattet wurde, anschließend  ein Konzert in der Lateinschule mit einem Madrigalchor junger Mädchen, dann eine Schifffahrt auf der Nogat und zum Abschluss des Tages ein Licht-und Tonspektakel im  Innenhof der Burg.

Frombork/Frauenburg) am Frischen Haff war das Ziel unseres Ausflugs am nächsten Tag. Die kleine Stadt wird überragt von der Domburg, der Wirkungsstätte des Nikolaus Kopernikus. Der Astronom konnte nach nächtelanger Beobachtung der Himmelskörper beweisen, dass die Erde sich um die Sonne dreht – und nicht umgekehrt, wie es die Kirche behauptete. Kopernikus liegt im Dom begraben.

Gedenkstein am Frischen Haff

Bevor wir mit einem Ausflugsboot übers Haff zur Nehrung fuhren, führte uns Frau Jenniches zu einen Gedenkstein am Haff mit der Inschrift in Deutsch und Polnisch:

“450 000 ostpreußische Flüchtlinge flohen über Haff und Nehrung, gejagt vom unerbittlichen Krieg. Viele ertranken, andere starben in Eis und Schnee. Ihr Opfer mahnt zu Verständigung und Frieden. Jan. – Febr. 1945“

In ihrer bewegenden Ansprache erinnerte Frau Jenniches auch an das Leid der polnischen Bevölkerung durch den Krieg und die Zwangsumsiedlung aus den polnischen Ostgebieten, die nach dem Krieg an die Sowjetunion fielen.

 Letzter Programmpunkt der Malbork-Tage war ein fröhliches Fest um ein Lagerfeuer, an dem auch der Bürgermeister Marek Charzewski, assistiert von der Dolmetscherin Kasia Fabianska, teilnahm. Außer den kulinarischen Freuden gab es Gesang, einen “Sängerwettstreit“ abwechselnd mit polnischen und deutschen Volksliedern.

Nach diesen wunderbaren Erlebnissen traten  wir die Rückreise nach Monheim an. Was bleibt, ist die Erinnerung an ein Land mit wunderschönen, naturbelassenen Landschaften, einem reichen kulturellen Erbe und  vor allem an die Herzlichkeit unserer Gastgeber in Malbork.

Unser besonderer Dank gilt Frau Jenniches, die durch ihr unermüdliches Engagement diese Reise ermöglicht hat.

Bericht: Sybille Wollermann
Fotos:S.Wollermann, H.Thielen


Besuch aus Bourg-la-Reine vom 5.5. - 8.5. 2016

Deutsch-französische Tour in die Eifel

Start am frühen Morgen: im französischen Reisebus ging’s Richtung Eifel – die Monheimer hatten eine Tagesfahrt zur Benediktiner-Abtei Maria Laach organisiert, zur Klosteranlage am Rand des Laacher Sees, dem größten der durch Vulkanausbrüche entstandenen Eifel-Maare.

Die Eifel-Tour war Teil des Programms zum diesjährigen Freundschaftsbesuch aus der Partnerstadt Bourg-la-Reine, bei dem die Monheimer Gastgeber zu Christi Himmelfahrt 31 französische Gäste begrüßen konnten.

In der Eifel erwartete die Gastgeber und Gäste ein  kulturgeschichtliches Highlight: Die schon im 11. Jahrhundert gegründete Abteikirche Maria Laach ist eines der hervorragenden und besterhaltenen romanischen Bauwerke in Deutschland, fast unberührt von späteren Veränderungen. Der Bau steht in engem Zusammenhang mit den Domen in Speyer, Mainz und Worms.

Die Besucher sahen einen Film in Deutsch und Französisch über das klösterliche Leben, geprägt durch die Benediktinerregel „Bete und arbeite“. Anschließend beantwortete Bruder Jacobus Fragen zum Tagesablauf, zur Berufsausbildung und zu den Nachwuchssorgen der Bruderschaft.

Trutzige Gottesburg: die Abteikirche Maria Laach ist eines der eindrucksvollsten und besterhaltenen romanischen Bauwerke Deutschlands

Basilika, Bibliothek und Gärtnerei konnten dann individuell besichtigt werden. Besondere Beachtung fand der Vorhof des Gotteshauses, ein quadratischer, an drei Seiten nach außen geöffneter Arkadengang, wegen der Harmonie und Üppigkeit der Portale, Säulen und Kapitelle auch Paradies genannt. Der Brunnen in der Mitte symbolisiert das Leben. Das strengere Innere der Kirche verkörpert indessen die Idee einer romanischen Gottesburg.

Nach dem Kunst- und Kulturgenuss stand den Besuchern gegen Mittag der Sinn auch nach kulinarischen Genüssen. Die Weiterfahrt ging zum Historischen Gasthaus Hammesmühle am Flüsschen Nette. Gestärkt und in bester Stimmung erreichte die deutsch-französische Reisegesellschaft die Stadt Mayen, wo eine einstündige Führung jeweils in Deutsch und Französisch  vorgesehen war. Die Stadt wird überragt von der Genoveva-Burg mit ihrem 39 m hohen Bergfried. Wehrhaft und düster ist der erste Eindruck; das Baumaterial, schwarzer Basalt, wurde aus dem Umland geliefert. Die Dächer sind größtenteils mit Schiefer von der Mosel gedeckt. Kaum zu glauben, dass Mayen im 2. Weltkrieg zu 90% zerstört war. Fachwerkhäuser, Reste der Stadtmauer, Brunnen, Straßencafés  geben der Stadt ein pittoreskes Aussehen.

Feierliches Halbdunkel: Mittelschiff und Krypta von Maria Laach empfangen den Besucher
mit andächtiger Stille und stilreiner Romanik

Das Eifel-Städtchen Mayen wurde im 2. Weltkrieg zu 90 % zerstört – heute bietet es in seinen Gässchen wieder Altstadt-Romantik...

Am Samstag besuchten die Gastfamilien individuell mit ihren Gästen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Monheim, sei es in Köln, Düsseldorf, Gruiten, Zons. Der Abend war wie stets der deutsch-französischen Freundschaft gewidmet. Die beiden Vereinsvorsitzenden Guy Reppelin von der ARAI und Ulrich Steffen vom Monheimer Freundeskreis begrüßten die Gäste. Maité Sylvestre dankte insbesondere den Monheimer Organisatoren dieses gelungenen Partnerschaftstreffens.

Am Sonntag 14 Uhr am Bus hieß es wieder Abschiednehmen mit dem Lied: Ce n’est qu’un au revoir, mes frères… Bis bald, in Bourg-la-Reine.

Bericht: Sybille Wollermann Fotos: Helmut Welsch


19. April 2016: Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine in Köln

„Cologne, eine der schönsten Städte Frankreichs“

Der Monheimer Freundeskreis Bourg-la-Reine organisierte für seine Mitglieder und interessierte Monheimer  einen geführten Stadtrundgang durch Köln unter dem Aspekt: „Köln zur Franzosenzeit (1794-1814)“ Die Besucher erwartete eine interessante und unterhaltsame Geschichtsstunde. Zu den historischen Fakten wusste der Führer jeweils Histörchen mit Lokalkolorit zu erzählen.

Gruß an Napoleon: Die Monheimer folgten seinen Spuren in Köln

„Cologne, eine der schönsten Städte Frankreichs“: so sprach Napoleon und verlieh damit der Stadt einen Ehrentitel. Als 1794 die zerlumpten Revolutionstruppen Frankreichs die Stadt ohne Gegenwehr besetzten, hätten die Kölner nie gedacht, dass für sie eine wahrhaft neue Zeit anbrach. 1801 wurden die linksrheinischen Gebiete mit Köln, Aachen, Bonn und Mainz offiziell in das französische Staatsgebiet überführt. Das war das Ende der vormals Freien Reichsstadt, die Kölner wurden französische Staatsbürger. Die mittelalterlichen „Altlasten“ in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Rechtswesen wurden rigoros abgeschafft und die in Frankreich geltenden Gesetze eingeführt auf der Grundlage der Ideale der Französischen Revolution: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit.  Der Code Civil wurde Rechtsgrundlage, d.h. Gleichheit vor dem Gesetz,  Aufhebung der ständischen Privilegien, Enteignung der kirchlichen Besitztümer, Gewerbefreiheit; sogar Straßenreinigung, Bestattungsvorschriften, Straßennamen, Hausnummern: alle Bereiche des öffentlichen Lebens wurden neu geregelt. Als im Januar 1814 die Preußen in die Stadt einzogen, behielten die Kölner viele dieser Gesetzesänderungen bei. Einige Vokabeln der Franzosenzeit wurden in die Preußenzeit hineingerettet. Bis heute lebt das Französische in der kölschen Sprache fort, z.B. kötten frz. quêter  (betteln), Gugummere  frz. concombre (Gurke), us de Lamäng frz. la main (aus dem Handgelenk, aus dem Stegreif), Schäng frz. Jean (Johannes).

Da Kölsch die einzige Sprache ist, die man auch trinken kann, stärkten sich  die Frankreichfreunde nach der Führung im „Brauhaus am Rhein“. Der Köbes (frz. Jaques – Jakob) servierte zur deftigen Mahlzeit kühles Kölsch vom Fass, nur in Ausnahmefällen auch ein Glas Wein.

Bericht und Foto: Sybille Wollermann


Vom 6.-12. 4. 2016: Schüler-Austausch Bourg-la-Reine/Monheim am Rhein

Salut Monheim!

Großes Abenteuer für 26 französische Schüler aus Bourg-la-Reine bei Paris: Besuch bei den deutschen Freunden in der Partnerstadt  Monheim am Rhein. Die Jugendlichen waren für eine Woche angereist, begleitet von ihrer Deutschlehrerin Laetitia Vaz und von Jacqueline Nédélec als Vertreterin der ARAI. Die ARAI  (Association Réginaburgienne d'Amitiés Internationales) ist ein Verein, der auf französischer Seite die Kontakte zu den Partnerstädten pflegt. Auf deutscher Seite betreut Helmut Welsch vom Freundeskreis Bourg-la-Reine e.V. den Austausch mit Begleitung bei An- und Abreise und bei Besichtigungsfahrten.

In jedem Jahr fahren Schüler des Monheimer Otto-Hahn-Gymnasiums in die Partnerstadt Bourg-la-Reine, und „élèves“ des Collège Evariste Galois in Bourg-la-Reine kommen nach Monheim. Der Austausch hat inzwischen Tradition – dank dem Engagement der Lehrerinnen Laetitia Vaz und Andrea Welzel, die mit viel Enthusiasmus die umfangreiche Organisation übernehmen.

Ein Muss für jeden Schülerbesuch: das Gruppenfoto vor Dom und Rheinbrücke

Wie in den Vorjahren hatte Französischlehrerin Andrea Welzel vom Otto-Hahn-Gymnasium wieder ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Die 14jährigen Schüler fuhren zur Stadtbesichtigung nach Köln, wobei eine Führung durch den Dom im Mittelpunkt stand. Aufmerksam lauschten die jungen Franzosen der wechselvollen Geschichte des Bauwerks und erfuhren interessante Details zu Stil und Konstruktion der gotischen Kathedrale. Am nächsten Tag stand Sport auf dem Programm: bei der gemeinsamen deutsch-französischen Tour zur Skihalle Neuss konnten sich alle im Abfahrtslauf üben.

Spannende Gotik: Bündelpfeiler, Kreuzgewölbe und Schwibbögen verband die Stadtführerin mit interessanten Stories zur Baugeschichte des Doms.

Auch in diesem Jahr empfing Bürgermeister Daniel Zimmermann die Jungen und Mädchen im Rathaus, hielt in fließendem Französisch einen kurzen Vortrag über die Stadtgeschichte und stellte Besonderheiten der Monheimer Kultur vor. Ein ganz neues Erlebnis für die jungen Franzosen war die Teilnahme am Deutschunterricht im Otto-Hahn-Gymnasium. Nach der ernsten Arbeit ging es heiter weiter: beim gemeinsamen Tanzkurs kamen sich alle näher und festigten die Freundschaft.

Rheinkiesel hüpfen rekordverdächtig – am Monheimer Ufer

Vor der Rückfahrt wanderten die jungen Franzosen zum Abschied noch einmal ans Rheinufer – einige ließen Kiesel durchs Wasser springen, andere rezitierten in fehlerfreiem Deutsch Heines Gedicht: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten....“

Bericht und Fotos: Helmut Welsch